Inhalt & Orientierung
Wer arbeitsunfähig ist, muss den Arbeitgeber unverzüglich über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer informieren. Die eAU übernimmt diese Mitteilung nicht.
So früh wie zumutbar informieren
Unverzüglich bedeutet ohne schuldhaftes Zögern. Welcher Kommunikationsweg geeignet ist, richtet sich nach der betrieblichen Organisation und den Umständen. Eine starre gesetzliche Vorgabe, die Krankmeldung müsse ausnahmslos telefonisch vor dem Arztbesuch erfolgen, enthält § 5 EntgFG nicht.
Maßgeblich ist, dass die zuständige Stelle die notwendige Information rechtzeitig erhält. Betriebliche Meldewege sollten bekannt sein. Ist die betroffene Person selbst an einer Mitteilung gehindert, kann eine Benachrichtigung durch eine andere Person relevant werden.
Voraussichtliche Dauer und Verlängerung
Die Mitteilung soll neben der Arbeitsunfähigkeit auch die voraussichtliche Dauer umfassen. Verlängert sich die Erkrankung, ist der Arbeitgeber entsprechend zu informieren. Eine Erstmeldung ersetzt nicht jede weitere Information bei einem veränderten Verlauf.
Anzeige und Nachweis bleiben getrennte Pflichten
Die eAU erleichtert den Nachweis für die gesetzlich erfassten Fälle. Sie nimmt Beschäftigten aber weder die Krankmeldung noch die Pflicht zur rechtzeitigen ärztlichen Feststellung ab. Für Erkrankungen im Ausland enthält § 5 Abs. 2 EntgFG zusätzliche Vorgaben.
Rechtsgrundlagen und Quellen
Stand: 30. September 2026. Allgemeine Informationen; entscheidend sind der konkrete Sachverhalt und die anwendbaren Vereinbarungen.
Stand: 30. September 2026. Die Einordnung eines konkreten Falls hängt von den Unterlagen und tatsächlichen Umständen ab.